Entführung der Landshut - 13. bis 18.10.1977


Vorgeschichte:

 

Nach der Inhaftierung mehrerer RAF Mitglieder (Rote Armee Fraktion) versuchte die linksextremistische terroristische Vereinigung Druck auf die BRD auszuüben um die Freilassung ihrer Mitglieder zu veranlassen.

 

Dies geschah im Zusammenhang mit der „Schleyer- Entführung“ bei welcher der  Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer am 5. September 1977 entführt wurde.

 

Um dennoch ihre Forderungen durchzusetzen entschied sich die RAF zur Flugzeugentführung des Flugs LH 181 des Flugzeugstyps Boeing 737- 200 mithilfe von vier palästinensischen Terroristen der PFLP-SC (auch Kommando Martyr Halimeh genannt).

 

Tathergang:

 

13.10.1977

  • 13.55 Uhr: der Flug LH 181 fliegt planmäßig von Palma de Mallorca Richtung Frankfurt am Main los
  • Das Flugzeug wird im französischen Luftraum entführt
  • 20.28-22.50: Umleitung seitens der Entführer nach Larnaka
  • 15.45-17.45 Uhr: Aufgrund eines Treibstoffmangels muss LH 181 in Rom  Zwischenlanden (In Rom: erstmalig Bekanntmachung ihrer Forderungen)
  • 01.52- 03.24 Zwischenlandung nach Bahrain
  • Weiterflug nach Dubai
  • 14.10 05.51 Uhr - 16.10 12.19 Uhr: Aufenthalt von 3 Tagen auf dem Rollfeld des Flughafens in Dubai, GSG9 Folgt von nun an dem Flug LH 181

 

16.10.1977

  • Weiterflug Richtung Oman (Verweigerung der Landeerlaubnis, aufgrund dessen Weiterflug nach Aden im ehemaligen Südjeme
  • 16.10 15.55 Uhr – 17.10 02.02 Uhr Aufenthalt in Aden

 

17.10.1977

  • Ermodung des Kapitäns durch den Chef des Entführerkommandos in Aden
  • Weiterflug nach Somalia in die Hauptstadt Mogadischu

 

18.10.1977

  • Landung um 04.34 Uhr: Erneute Forderung der Freilassung der RAF Mitglieder, Zugriff der GSG9
  • Erfolgreiche Befreiung der Geiseln

 

 

 

Auswirkungen:

 

 

  • Weltweites bekannt werden der Sondereinheit GSG9 des Bundesgrenzschutzes
  • Somalia erhielt eine staatliche Entwicklungshilfe von 100 Millionen DM