Polnische Bombenanschläge in Berlin - 1939 bis 1945


Vorgeschichte:

Anfangs gab es Einzelaktionen, als Widerstand gegen den Nationalsozialismus von polnischer Seite. Es wurde der Kriegsdienst verweigert, den verfolgten Juden der Stadt geholfen oder Fremdarbeiter unterstützt. Erst mit der Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst der Polnischen Armee konnten große Attentate und eben auch Sprengstoffanschläge verübt werden. Im Mai 1942 wurde eine Sondereinheit mit 18 Personen und einem Hauptmann ins Leben gerufen. Diese hatte den Codenamen „Zara-Lin“ und war für Sabotage und Diversionen auf deutschem Boden verantwortlich.

Tathergang/ bekannte Anschläge:

 

13.02.1943: vier Tote und 60 Verletzte bei Bombenanschlag im S-Bahnhof Friedrichstraße. Ein mit Sprengstoff und Metallsplittern gefüllter Pappkoffer sei unter einem Sitz deponiert und gezündet worden. Zwei Züge hielten zu dem Augenblick im Bahnhof.

 

 

24.02.1943: 36 Tote und 78 Verletzte bei erneutem Bombenanschlag auf S-Bahn.

 

10.04.1943: 14 Tote und 60 Verletzte bei Bombenanschlag auf Lehrter Stadtbahnhof

 

==> Hitler ordnete Untersuchungen an und 10.000 Reichsmark als Belohnung

 

 

 

10.05.1943: 14 Tote und 27verletzte bei Anschlag auf Schlesischen Bahnhof

 

 

 

Neben Bombenanschlägen auch Anschläge mit Schusswaffen auf Berliner S- und U-Bahn.

 

Auswirkungen:

 

Zu dieser Zeit gab es kaum Menschen mit Kenntnissen über die Anschläge der „Zagra-Lin“, da die Gestapo die verletzten und die Angehörigen der Toten zum Schweigen verpflichtete. Eine Nachrichtensperre wurde verhängt, damit die Moral der Bevölkerung nicht darunter leidet. Es drangen kaum Informationen an die Öffentlichkeit. Laut eigenen Aussagen seien die Attentate eine Reaktion auf den deutschen Terror in polnischen Regionen.

 

Gruppe löste sich nach willkürlicher Verhaftung von 90 Hochzeitsgästen in Warschau auf. Es war zwar kein Mitglied darunter, dennoch stieg der Druck.