Rechter Terror in der Weimarer Republik - Januar 1919 bis Juli 1922


Die Täter: Rechtsradikale, oftmals Mitglieder der rechtsterroristischen Gruppe Organisation Consul (kurz OC)

 

 

  • Gegründet von früheren Freikorps-Führer Hermann Ehrhardt.
  • Mitglieder waren vor allem junge Offiziere
  • Beteiligung am Staatsstreich vom Wolfgang Kapp 1920
  • Ziel: nachrevolutionäre Aufstände niederschlagen
  • Hunderte Abschläge binnen 10 Jahren, oft auf Führungspersonen aus antisemitischem oder radikalnationalistischem Beweggründen

 

Bekannte Anschläge:

 

  • 15. Januar 1919, Berlin, Mord an den KPD-Führern Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
  • 26. August 1921, Bad Griesbach, Matthias Erzberger mit 8 Schüssen ermordet  prominenter Abgeordneter der katholischen Zentrumspartei und ehemaliger Reichsfinanzminister
  • 21 Februar. 1921, München, der bayrische sozialistische Ministerpräsident Kurt Eisner auf dem Weg zu seiner geplanten Rücktrittsansprache im Bayerischen Landtag ermordet
  • 24.Juni 1922, Berlin- Wilmersdorf, der deutsch-jüdische Reichsaußenminister Walter Rathenau wurde von drei OC Mitgliedern mithilfe einer Handgranate und einer Maschinenpistole getötet
  • 3. Juli 1922, Attentat auf den sozialistischen Publizistem Maximilian Harden, er überlebt schwer verletzt.

 

Auswirkungen:

 

  •        Am 21. Juli 1922 trat durch den Reichspräsidenten Friedrich Ebert das Republikschutzgesetz in Kraft -> OC wurde somit verboten
  • Rechtsextreme Vorfeldorganisationen wurden im selben Zuge verboten (z.B. Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund (DvSTB))

 

 

„Da steht der Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes träufelt. – Da steht der Feind – und

darüber ist kein Zweifel: dieser Feind steht rechts.“ 

-Reichskanzler Joseph Wirth, 25. Juni 1922 im Reichstag-