Staufenbergattentat auf Hitler - 20.07.1944


Vorgeschichte:

 

Der 20.07.1944. Ein Tag der den seit fünf Jahre herrschenden Krieg vorzeitig beendet hätte. Soweit sollte es jedoch nicht kommen. Das Attentat scheitert.

 

Es ist der 20. Juli.1944. Der Initiator der Tat: ein enger Vertrauter Hitlers: Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Jahre vor dem Attentat zählt Stauffenberg noch zu den Anhängern Hitlers und ist ein Befürworter seiner Politik. Er macht Karriere bei der Wehrmacht und steigt zu einem Vertrauten Hitlers auf. Durch einen Tieffliegerangriff im Jahre 1943 verliert Stauffenberg ein Auge, mehrere Finger, eine Hand und das Vertrauen in Hitler. Zunächst bleibt er ihm gegenüber noch treu, aber beginnt an seinen Ansichten zu zweifeln. Nachdem die Nazis zu Beginn des Krieges noch Erfolge feiern, sieht es 1944 ganz anders aus. Die Alliierten dringen immer weiter vor und es wird deutlich, dass der Krieg für Deutschland verloren ist. Stauffenberg wendet sich insgeheim dem Widerstand zu und plant ein Attentat. Sein Ziel ist es Adolf Hitler zu töten und so den Krieg in Deutschland vorzeitig zu beenden um so Millionen von Menschenleben zu retten.

 

Täter:

 

Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Ein Mann, der sich vom engen Vertrauten Hitlers zu einem Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus entwickelt.

 

Stauffenberg wurde am 15.11.1907 in Jettingen geboren und starb am 20./21.07.1944 in Berlin. Als jüngster Sohn einer Adelsfamilie spielte der katholische Glaube in der Erziehung eine wichtige Rolle. Auch auf eine gute Bildung, sowie Literatur, Musik und Theater wird großen Wert gelegt. Bereits in seiner Jugend entdeckt er seine Leidenschaft zum Reitsport und zur Musik. 1913 besucht Stauffenberg die Stuttgarter Privatschule für Elementarunterricht. Am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium setzt er seine Schulbildung dann fort. 1926 schließt er die Schule mit dem Abitur ab. Anschließend beginnt er seine militärische Karriere und begrüßt die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Gegen Ende des Krieges erkennt Stauffenberg jedoch die aussichtslose Lage Deutschlands und den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus. Dies treibt ihn dazu sich dem Widerstand zu zuwenden.

 

Tathergang:

 

Während einer Lagebesprechung, platziert Stauffenberg einen Sprengsatz im Führerhauptquartier. Die Anlage an der Wolfsschanze ist in drei Sperrkreise eingeteilt. Durch die Begleitung des Generalfeldmarschall „Keitel“, entgeht Stauffenberg der Kontrolle. So gelingt es ihm den Sprengstoff in die Hochsicherheitszone „Sperrkreis 1“ mitzuführen. Da die Besprechung früher beginnt als gedacht, bleibt nur Zeit um einen der zwei Sprengsätze vorzubereiten. Stauffenberg platziert den scharfen Plastiksprengsatz unter dem Besprechungstisch und verlässt wenige Minuten später den Raum. Zum Zeitpunkt der Explosion ist Hitler selbst und sein engster Stab anwesend.

 

Die Bombe explodiert und tötet vier Menschen. Hitler überlebt. Vor allem der massive Eichentisch hat ihn vor der Explosion geschützt. Durch die geöffneten Fenster und aufgrund der Tatsache, dass die Explosion in einem Leichtbau stattgefunden hat, konnte die Druckwelle entweichen.

 

Auswirkungen:

 

Nach dem Attentat auf Hitler am 20.07.1944 wird Stauffenberg verhaftet und mit „seinen Mitverschwörern“ erschossen. Die Mitglieder der Familie wurden anschließend in Sippenhaft genommen.