Charlie Hebdo - 07.01.2015


Vorgeschichte:

 

Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ war eine der wenigen welche im Februar 2006 Mohammed Karikaturen aus einer dänischen Zeitschrift nachdruckte. Diese war 2010 selbst das Ziel von Anschlägen. Nach weitern Karikaturen wurde ein Mann festgenommen, welcher zum Mord des Chefredakteurs Charbonnier aufgerufen hatte. Charbonnier war außerdem im Online Magazin „Inspire“, welches der Al-Qaida zugeschrieben wird, zur Fahndung ausgeschrieben. In der Ausgabe vom 07.01.2015 war eine Karikatur mit der Überschrift „Noch keine Attentate in Frankreich“ und der gezeichneten Antwort eines bewaffneten Islamisten: „Warten Sie ab. Man hat bis Ende Januar Zeit, seine Festtagsgrüße auszurichten.“

 

Tathergang/ bekannte Anschläge:

 

07.01.2015: Zwei Maskierte Täter stürmten in die Redaktion und töteten elf Menschen, unter diesen befand sich ein Polizist. Weitere Zivilisten wurden verletzt und auf der Flucht ein weiter Polizeibeamter getötet. Es war ein islamistisch motivierter Terroranschlag und die Täter bekannten sich zu Al-Qaida im Jemen.

 

08.01.2015: Ein weiterer Täter erschoss bei einem Überfall eines Supermarktes fünf weitere Menschen und nahm weitere als Geiseln. Er bekannte sich telefonisch zum islamischen Staat und erklärte das sein Vorgehen er in Verbindung mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo stehe. Er wurde von Sicherheitskräften erschossen.

 

09.01.2015: Die beiden Täter verschanzten sich in einer kleinen Gemeinde und wurde von Sicherheitskräften erschossen

 

Auswirkungen:

 

Der Überlebende Redakteur brachte eine neue Ausgabe mit dem Titel „Das Journal der Überlebenden“ heraus. Die Arbeit daran begann bereits zwei Tage nach dem Anschlag. Am 14. Januar wurde die Ausgabe, auch mit Beiträgen der getöteten, veröffentlicht und das Titelbild zeigt einen weinenden Mohammed mit einem Schild „Je suis Charlie“. Die Überschrift des Magazins lautet „Alles ist vergeben“. Die Ausgabe beschäftigt sich im Allgemeinen mit Islamisten und den Attentätern. Es kam zu teils gewalttätigen Protesten in Nigeria, wo ein französisch-nigrisches Kulturzentrum und etwa sieben Kirchen niedergebrannt wurden und mindestens zehn Menschen getötet, sowie um die 50 verletzt wurden.

Die Redaktion teilte ein Aussetzen der Zeitschrift mit, da die Mitarbeiter sehr erschöpft und müde seien.

Die Sicherheitsmaßnahmen in ganz Frankreich wurden verstärkt, somit befand sich Militär an wichtigen Sehenswürdigkeiten.