Norwegen: Oslo und Utøya - 22.07.2011


Tathergang:

 

  • Am Freitagnachmittag um 15:25 Uhr explodiert eine Autobombe in Oslo, welche vor dem Büro des norwegischen Ministerpräsidenten platziert wurde
  • der Täter Anders Breivik fährt anschließend in einem Fluchtwagen nach Utøya, einer Insel welche 30km entfernt ist
  • als Polizist verkleidet nimmt er die Fähre zur Insel um die sich dort befindenden Jugendlichen über die Bombe in Oslo zu informieren
  • der „echte“ Polizist, welcher Anders Breivik anhält und enttarnt fällt ihm als erstes zum Opfer
  • es folgt ein 90 Minuten andauerndes Massaker, bei dem Breivik Jugendliche und Kinder aus nächster Nähe erschießt
  • um 18:34 Uhr ergibt sich Breivik dem Sondereinsatzkommando und gesteht einen Tag später die Tat

 

Zahlen und Opfer:

 

  • bei der Explosion in Oslo sterben 8 Menschen und 10 weitere wurden verletzt
  • bei dem Massaker werden 69 Menschen getötet
  • Anders Breivik nutzte eine Selbstladebüchse Ruger Mini-14
  • Bombe auf Basis von 950 Kilogramm Ammoniumnitrat und Dieselöl

 

Hintergrund:

 

  • die beiden zusammenhängende Terroranschläge richtete sich an die Regierungsangestellten und die Jugendlichen im Feriencamp, welches die regierende Arbeiterpartei (Sozialdemokratisch) jährlich veranstaltet
  • rechtsextremer und islamfeindlicher Hintergrund
  • er wollte Norwegen gegen den Islam und dem „Kulturmarxismus“ verteidigen
  • die regierenden Sozialdemokraten so hart wie möglich treffen
  • er habe noch vorgehabt den Ministerpräsidenten, das norwegische Kabinett und Gro Harlem Brundtland (Regierungschefin) zu töten
  • schlug fehl, da die Bombe es nicht schaffte und Gro Harlem Brundtland hatte er verpasst
  • Breivik macht die Regierungschefin für die Immigrationspolitik hauptverantwortlich

 

Folgen und Auswirkungen:

 

  • im August 2012 wird Anders Breivik zur Höchststrafe verurteilt à 21 Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung
  • Ministerpräsident Jens Stoltenberg bezeichnet den Terroranschlag als schlimmste Katastrophe in Norwegen seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Es fand eine landesweite Schweigeminute, Gedenkversammlungen, Gedenkgottesdiente und ein nationaler Gedenktag statt
  • Proteste und Demonstrationen gegen Gewalt und die Taten